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folgende Abb. Bildquelle:
www.biolib.de
Hanf
Hanf
 
Abb. Lein
Lein
 
Sorghum
Sorghum (Mohrenhirse,Milokorn,)
 
Abb. Sonnenblume
Sonnenblume
 
Bildquelle:
Landwirtschaft
Diverse/alternative Saaten

Einige Kulturen, die relativ wenig Betriebsmittel benötigen und gesicherte Abnehmer finden, nämlich Produzenten von Vogel- und Kleintierfutter, bringen recht interessante Deckungsbeiträge. Wir machen gerne Verträge für verschiedene Hirsearten und gestreiftsamige Sonnenblumenkerne. Auch Öllein und Milokorn lassen wir im Kontraktanbau produzieren.

PFERDEBOHNEN, Vicia faba
Das hohe Ertragspotential mit dem mittleren Gehalt von 27% Rohprotein macht die Pferdebohne zu einer hervorragenden Futterpflanze für feuchtkühle Lagen.
Nutzung: Körner- Hauptfrucht
Ernte,Verwendung: bei 14–16% Kornfeuchte = schwarze Hülsen, eventuelle Trocknung schonend!
Standort: mittelschwere bis schwere Böden, eher feuchte Standorte mit gutem Wasserhaltevermögen. Hoher Vorfruchtwert, kommt ohne N-Düngung aus, Kali- und Kalkversorgung ist wichtig!
Aussaat: ca. 200 kg/ha, 40–50 Pfl./m², Februar–April, 8 cm tief

KÖRNERERBSEN, Pisum sativum sat.
Eine weitere Möglichkeit, wirtschaftseigenes Eiweißfutter zu produzieren; Eiweißgehalt – ca. 22%; auf durchlässigeren, trockeneren Böden der Pferdebohne überlegen.
Nutzung: Körner- Hauptfrucht
Ernte,Verwendung: bei 14–16% Kornfeuchte = braune Hülsen, eventuelle Trocknung schonend!
Standort: leichtere, durchlässige Böden in wärmeren, auch trockenen Lagen, gute Vorfrucht, nicht selbstverträglich (5–6 Jahre)
Aussaat: ca. 275 kg/ha, 80–100 Pfl./m², Februar–April, 4 cm tief, TKG 200–500 g!

SOJABOHNEN, Glycine max.
 
Nutzung: Körner- Hauptfrucht
Ernte,Verwendung: September/Oktober, meist Trocknung erforderlich (unter 50 °C!) 30–35% Rohprotein
Standort: mittlere, gut aufgearbeitete Böden, durchlässig und porenreich (bessere Entw. der Knöllchenbakt.), Saatgut mit Rhicobien beimpfen. Leichte N-Düngung/ha bis 30 kg, gute Vorfrucht, selbstverträglich – trotzdem Vorsicht wegen Sklerotinia
Aussaat: ca. 70–100 kg/ha ab 10 °C Bodentemp., 40–60 Pfl./m², -Mai, 4 cm tief, TKG 130–160 g

ÖLLEIN, Linum usitatissimum L.
Eine attraktive Sommerkultur zur Auflockerung getreidereicher Fruchtfolgen. Das Sortiment umfaßt blau-, weiß- und gelbblühende Sorten; braun- oder gelbsamige. Gelbe Samen sind von geringerer Bedeutung
(v.a. Reformhausware o.ä.)
Nutzung: Ölfrucht- Körner- Hauptfrucht einjährig
Ernte,Verwendung: September/Oktober, Ölgewinnung, Vogelfutter
Standort: Anspruchslos und anpassungsfähig auf allen Getreideböden. Grunddüngung 60–70 kg N/ha
Aussaat: 40–50 kg/ha = ca. 400 keimfähige Körner/m²

HANF, Cannabis sativa L.  
Zur Fasergewinnung (monözisch) und Korngewinnung (diözisch). Auf tiefgründigen, humosen Böden ohne Staunässe.
Hohe Selbstverträglichkeit sowie guter Vorfruchtwert; Saatstärke je nach Art 60–250 Korn/m2..Wegen ungenügender
Ernte- und Verarbeitungstechnik sowie schwieriger Marktverhältnisse zur Zeit nur von geringer Bedeutung.

ÖLRAPS – WINTERKÖRNERRAPS, Brassica napus
Mit den neuen Züchtungen der 00-Sorten, d. h. erucasäure- und glukosinolatarm, ist der Ölraps durch die Produktion von Rapsöl und die Verwertung des Preßkuchens als hochwertiges Futtermittel eine wichtige Alternativkultur geworden.
Nutzung: Ölfrucht überjährig
Ernte,Verwendung: Juli (Folgejahr) Trocknung auf unter 9% WG Rohfettgehalt über 40% i.TS
Standort: alle Bodenarten, sehr anpassungsfähig bei guter Wasser- und Nährstoffversorgung,
N-Düngung/ha ca. 140 kg gesamt
Aussaat: 4–5 kg/ha, Anfang bis Mitte August, TKG 4–6 g

SOMMERÖLRAPS  
Hat seine Bedeutung wegen niedriger Ertragserwartung nur als Ersatzkultur nach bedeutenden Schäden an einem Winterrapsbestand. (Nachsaat in lückige Winterrapsbestände jedoch nicht möglich!)
Nutzung: Ölfrucht einjährig
Ernte,Verwendung: September/Oktober
Standort: wie Winterraps, N-Düngung/ha 90–120 kg im Jugendstadium nachtfrostempfindlich
Aussaat: 5–6 kg/ha, April–Mitte Mai, TKG 3–4 g

ÖLSONNENBLUMEN,Helianthus annuus  
Die „schwarzen“ Sonnenblumen zur Ölgewinnung sind ebenfalls im Weinbau-, Maisgebiet beheimatet.
Nutzung: Ölfrucht
Ernte,Verwendung: August/Oktober
Standort: mittlere bis leichte Böden, warme Lagen, keine nassen, kalten Standorte, nicht mehr als 60.000 Pflanzen/ha
Aussaat: 4–6 kg/ha, Mai, TKG 30–70 g!

GESTREIFTE SONNENBLUMEN  
Die Kultur hat sich im pannonischen Raum, aber auch in dessen Randlagen als interessante Alternative erwiesen.
Nutzung: Körner- Hauptfrucht
Ernte,Verwendung: September/Oktober Vogelfutter
Standort: sehr anpassungsfähig, auch auf mageren Böden, keine kalten, nassen Standorte
Aussaat: ca. 6 kg/ha, Mai

GELBHIRSE und ROTHIRSE,Panicum miliaceum  
Der Anbau hat sich in entsprechenden Gebieten gut entwickelt, stellt eine problemlose Kultur dar; wird hauptsächlich für Vogelfuttermischungen verwendet.
Nutzung: Körner- Hauptfrucht
Ernte,Verwendung: September/Oktober 14% Kornfeuchte
Standort: mittlere bis leichte Böden, auch arme Standorte, warme, trockene Lagen, rasche Entwicklung, N-Düngung/ha ca. 80 kg
Aussaat: 10–15 kg/ha, Mai, Keimung ab 10 °C

SAFLOR,Carthamus tinctorius  
Auch Saflower oder Färberdistel (Farbstoff aus den Blütenblättern) bildet ölhaltige Körner, die für Ölproduktion, aber auch als Vogelfutter Verwendung finden. Die Pflanze bildet eine Pfahlwurzel und reiches Nebenwurzelsystem aus und gedeiht so gut in Trockenlagen.
Nutzung: Körner- Hauptfrucht
Ernte,Verwendung: August/September bei 8–9% Kornfeuchte
Standort: leichte Sand- und Schotterböden, Lößböden und sandiger Lehm, warme Lagen,
N-Düngung/ha 40–60 kg
Aussaat: 20–30 kg/ha, März/April, Keimung ab 6 °C

KÖRNERSORGHUM,Sorghum bicolor  
Für Trockengebiete ist Sorghum eine echte Alternative zu Mais. In Kulturführung und Ansprüchen diesem sehr
verwandt, können mit den modernen Sorten gute Erträge von trockenen Standorten erzielt werden: Milokorn findet
beschränkt Verwendung in der Fütterung und als Vogelfutter.
Nutzung: einjährige Hauptfrucht
Ernte,Verwendung: September/Oktober, unbedingt vollreif (Abbau von Bitterstoffen) bei ca. 18% Kornfeuchte
Standort: warme, durchlässige mittlere Böden, verträgt gut Trockenheit, N-Düngung/ha ca. 140 kg
Aussaat: 18–20 kg/ha, 50 cm Reihenweite, Ende April

Futterrübe; beta vulgaris, fodderbeet info_button
Die Futterrübe ist eine sehr alte Kulturpflanze, mit besonderer Verdaulichkeit, moderne Sorten nur als Pillensaatgut verfügbar
Nutzung: Hauptfrucht, Futter, Blätter als Sillage oder frisch
Ernte,Verwendung: September/Oktober
Standort: Tiefgründige, nahrhafte, gehaltvolle Böden mit ausreichender Wasserversorgung
Aussaat: Aussaat spätfrostempfindlich, 2 Packungen je 50000 Pillen, April

 

 

 

 

 

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